Was ist eine Doula?

Geschichte I Nutzen I Evidenzen

Wort

Das Wort "Doula" stammt aus dem Alt-Griechischen und bedeutet so viel wie "Dienerin", oder "Sklavin". Ich persönlich finde diese Bezeichnung nicht sonderlich trefflich. Gerade in der Griechischen "Community" wird das Wort in dem Kontext mit Stirnrunzeln begegnet.

Passender wäre Paramana. 

Dies bedeutet so viel wie "die Sicherheitgebende".
Das Wort Doula steht Heute jedoch für die Berufung, Frauen in ihrer Kraft zu stärken und sie mit Achtsamkeit zu begleiten um Raum zu schaffen. 
Das geschieht auf Augenhöhe und in einem wertschätzenden Verhältnis zwischen der Doula,  der Schwangeren, ihren Partner und sonstige (Familien)Angehörige, Hebammen und anderen Fachpersonal.

Ein Trend?

Die Doula gab es in unseren Kulturkreisen schon sehr lange, auch wenn das Wort bzw. die Bezeichnung nicht Doula war. 

Es war die Wehmutter, die Schwester, die Tante, die Mutter...

Es gab sie mit verschiedenen Bezeichnungen, je nach Dialekt und Mundart. In Franken war es Beispielsweise das "Frala". Eine Frau, die die Geburt gut kannte und die Hebamme unterstütze und der Gebärenden als erste zur Seite Stand.
Als Doula fungierte also oftmals eine Frau aus dem Dorf, oder eine Frau aus der eigenen Familie. 
Im Mittelalter , waren sogar viele Frauen zugegen und feierten das Fest der Geburt. (Frauenschicksale in Franken von Birke Gießhammer gibt hierzu Einblicke).
Die Frau(en) bereiteten oft ganz profan die Speisen, richtete die Betten und entlastete Mutter, Hebamme und die Familie. 
Sie bemutterte die Frau, sprach ihr gut zu und bestärkte sie in ihrer Kraft zu gebären.
Sie kannte unterstützende Hilfsmittel zur Regeneration, sie unterstütze die werdende Mutter und erledigte die Arbeiten in Haus und Hof mit.

Heute geht die Doula überwiegend mit der Gebärenden in die Klinik.
Sie ist für sie als Vertraute und Sicherheitsgebende an der Seite. 
Sie hält dem Partner den Rücken frei, gibt hierbei Impulse, wie er ggf. die Frau unterstützen kann.
Eine Doula versucht die Frau vor Störungen zu wahren, gibt ihr (wenn gewollt) Massagen und schenkt ihr Zuversicht und Vertrauen in ihre ureigenen Kraft zu gebären.

 Das Augenmerk liegt darauf, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Gebärenden sichergestellt sind.

Die Doula der Neuzeit

Die Bezeichnung der Doula, wie wir sie heute kennen, wurde in den 1980ern "geboren".
 In einer Studie von zwei US-Amerikanischen Ärzten namens Dr. Kennel und Dr. Klaus, wurde der Nutzen von einer liebevollen und kontinunierliche zugewandten Begleitung der Gebärenden untersucht und belegt.
Die Ergebnisse waren mehr als überzeugend und sprachen deutlich für eine Begleitung durch eine Doula. 
Laut den Ergebnissen, kann ein drastisches Maß an Interventionen, durch die bloße Anwesenheit der Doula, reduziert werden! 

Weniger bis keine Schmerzmittel wurden genutzt.
Die Rate an der Nutzung einer PDA wurde gesenkt und 
die Rate der Kaiserschnitte sank drastisch.

 Alles in allem ist ein besseres Outcome von Mutter und Kind, sowie eine höhere Stillrate bezeichnend. 
Die Doula kann als das sinnvolle Extra, auf dem Weg zu Deiner Wunschgeburt, dienen. 

Evidenzen und Erfahrungen der Gebärenden überzeugen

Seit dem gab es noch weitere Studien, die alle eines deutlich gemacht haben:
Eine Doula kann die Gebärende und die Mutter-Kind-Bindung nachhaltig positiv stärken. 
Immer mehr Frauen, bzw. Paare, entscheiden sich deshalb für eine Begleitung durch eine Doula. In England und den USA ist es nichts mehr Exotisches, eine Doula zu engagieren. 
Dort sind Doulas gängig und begleiten oftmals auch bei Hausgeburten, als extra zu den anwesenden Hebammen.
Auch im Wochenbett erkennen immer mehr Familien die Vorzüge einer Doula.
Gerade in dieser sensiblen Zeit des Ankommens, kann eine Doula Stress und Sorgen abfedern.
Sie entlastet im Haushalt und ist rund um die Uhr Ansprechpartnerin für alle Fragen. 

Als wertvolles Extra zur Hebamme, kann das Sicherheit und Vertrauen schenken.

The Evidence for Doulas
March 27, 2013 by Rebecca Dekker
„Insgesamt hatten Frauen, die kontinuierliche Begleitung erhielten, eine höhere Wahrscheinlichkeit vaginaler Geburten und weniger wahrscheinlich  medikamentöser Schmerzbehandlungen, Periduralanästhesien, negative Gefühle über die Geburt, Saugglocken- oder Zangengeburten und Kaiserschnitte. Außerdem waren ihre Geburten um ungefähr 40 Minuten kürzer und ihre Babys hatten weniger wahrscheinlich niedrige Apgar-Scores nach der Geburt.“

((https://evidencebasedbirth.com/the-evidence-for-doulas/)


Gerne können wir Deine persönliche Wunschbegeleitung in einem unverbindlichen Kennenlerngespräch besprechen.
Meine Angebote sind alle einzeln buchbar und 
ganz individuell auf Deine Bedürfnisse abgestimmt. 

Wo begleitet die Doula?

Als Doula begleite ich Dich beim "einwehen" Zuhause, in Dein Wunschkrankenhaus, im Geburtshaus und natürlich auch bei einer geplanten Hausgeburt.
Auch im Falle eines Kaiserschnittes kann ich an Deiner Seite bleiben, sofern Du dies wünscht.

Danach begleite ich Dich gerne weiterhin als Postpartum Doula durch die Babyflitterwochen...